Neue, aktuelle Buchtitel 

mit Kaufangebot
der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus
für interreligiösen Dialog

 



Stiftung Stuttgarter Lehrhaus
für interreligiösen Dialog

Dialog an virtuellen interreligiösen Lernorten

Programm Januar 2022 - Dezember 2022


Sehr geehrte Damen und Herren,


liebe Freundinnen und Freunde des Stuttgarter Lehrhaus,
in diesen außergewöhnlichen Zeiten fühlen wir uns stärker denn je unserer interreligiösen Philosophie verpflichtet, den Trialog zwischen den Anhängern der drei monotheistischen Religionen, zwischen Juden, Christen und Muslimen auf der Grundlage von Toleranz, Verstehen, Verständnis und Gleichberechtigung zu führen. Da wir leider auch in diesem Jahr noch nicht absehen können, wie lange die Pandemie-Situation und daraus abgeleitete Beschränkungen andauern werden, werden wir weiterhin mit unseren bewährten Online-Formaten für Sie da sein.


Wir freuen uns Ihnen anbei unser Gesamtprogramm
"Dialog an virtuellen interreligiösen Lernorten"
präsentieren zu dürfen, in dem Sie alle Veranstaltungen der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus und ihrer interreligiösen Partnerinstitutionen sowohl Präsenzveranstaltungen als auch Digital-Veranstaltungen von Januar 2022 bis einschließlich Dezember 2022 finden. 


Auch im neuen Programmjahr 2022 werden sich Juden, Christen und Muslime im Stuttgarter Lehrhaus wieder in der digitalen Welt begegnen. Wir machen damit beste Erfahrungen. Der digitale Austausch zu interreligiösen Themen funktioniert für die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus in Zoom-Webinaren oder in hybriden-digitalen Formaten, in denen unsere Teilnehmer*innen weltweit über unsere trialogischen Themen informiert werden. Unsere digitalen Veranstaltungen lassen es zu, dass Sie sich gleichzeitig mit vielen anderen Menschen einwählen, um Live-Webinaren und Präsentationen zu folgen – und Fragen zu stellen. So können Sie auch in Zeiten der Kontakt- und Reisesperre aktuelle interreligiöse Inhalte aus unserem Programm beziehen. Machen Sie sich keine Sorgen. Wir stehen Ihnen bei den digitaltechnischen Herausforderungen begleitend und beratend zur Seite.


Im Programm finden Sie ebenfalls von der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus geförderte Präsenz- oder Digitalveranstaltungen unserer interreligiösen Partnerorganisationen im Stuttgarter Lehrhaus. Wir und unsere Partnerorganisationen werden unter Beachtung der geltenden Rechtslage Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Covid-19-Erkrankungsverlauf als Besucher*innen und Teilnehmende bei den angebotenen interreligiösen Seminaren mit Hygiene-Konzepten schützen.


Das Schwerpunktthema der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus 2022 lautet
"Das Christentum und Jesus aus jüdisch-orthodoxer Perspektive".
Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens wird im Rahmen von virtuellen Studiennachmittagen dieses für den jüdisch-christlichen Dialog wichtige Thema beleuchten.


Zusätzlich läuft unser letztjähriges Jahresthema
"Jüdisch-Muslimischer Dialog im Stuttgarter Lehrhaus" mit vier Veranstaltungen zu
jüdisch-muslimische Spiritualität mit Gabriel Strenger weiter.


Wir freuen uns Sie bei einer unserer nächsten Veranstaltungen digital begrüßen zu dürfen.


Mit herzlichen Grüßen aus dem Stuttgarter Lehrhaus




Karl-Hermann Blickle
Vorsitzender
Stiftung Stuttgarter Lehrhaus
für interreligiösen Dialog     



Hasan Dadelen
Stiftungsmitarbeiter und
muslimischer Referent
der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus
für Interreligiösen Dialog  



Toralernkreis im Stuttgarter Lehrhaus


wöchentlich, dienstags von 17.30 - 19 Uhr,
Format Zoom-Meeting,
Lernort: Stuttgarter Lehrhaus im Paul-Gerhardt-Zentrum,
Rosenbergstr. 192, 70193 Stuttgart


Die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus, die Arbeitsgruppe „Wege zum Verständnis des Judentums im Bereich der Evangelischen Landeskirche Württembergs (AGWege)“ und das Forum für jüdische Bildung und Kultur bieten seit 2010 den Toralernkreis im Stuttgarter Lehrhaus an. Hier treffen sich Christen, um aus der Tora nach jüdischer Auslegung zu lernen. Ziel dabei ist es die enge Bezogenheit und Zusammengehörigkeit von Judentum und Christentum zu entdecken, deren gemeinsame Wurzel im biblischen Israel liegt.


Im Jahr 2022 trifft sich der Kreis in der Regel am Dienstag von 17.30 – 19 Uhr (während der Corona-bedingten Beschränkungen online in einer Videokonferenz). Die Lesung des kommenden Schabbat wird eingeführt und die zugeordnete Haftara gelesen, desgleichen der Psalm; letztere werden durch die Passage aus Tenachon* vertieft. So werden die spannenden Bezüge sichtbar, die sich zwischen Tora, Prophetentext und den Psalmen ergeben.
Der Toralernkreis findet weiterhin unter Leitung von Pfarrer Jochen Maurer, dem neuen Pfarrer und Geschäftsführer der AGWege, statt.
Für die Themen, die einzelnen Termine und Informationen zur Teilnahme für den Toralernkreis wenden Sie sich bitte an Pfarrer Jochen Maurer:

Tel. +49-176-5365584
Jochen.Maurer@ELK-WUE.de
agwege@elk-wue.de


*Buchtitel und Bezugsnachweis - Bitte klicken Sie auf diesen Link.


Toralernkreis in der Alten Synagoge Hechingen


monatlich einmal, mittwochs von 18.30 - 20 Uhr
Lernort: Alte Synagoge, Goldschmiedstraße 20, 72379 Hechingen
Leitung: Prof. Dr. Oliver Dyma



Im Tora-Lernkreis wird unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Dyma anhand des Buches "Jüdische Spiritualität in der Tora und den jüdischen Feiertagen" (Basel 2016) von Gabriel Strenger und der Lesung eines Auswahltextes der jeweilige Wochenabschnitt der Tora ausgelegt. Im neuen Lernzyklus beziehen die Teilnehmenden zusätzlich den neuen Siddur von Gabriel Strenger - "Die Kunst des Betens -
Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetbuch" in das Tora-Lernen mit ein. 

Der Lernkreis findet immer mittwochs von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr in der Alten Synagoge Hechingen in der Goldschmiedstraße 20 statt.


Termine:
19.1.2022
16.2.2022


Weitere Termine werden rechtzeitig auf unserer Website bekannt gegeben.
Der Toralernkreis ist eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog und der Initiative Hechinger Synagoge e.V.


Der Unkostenbeitrag für die Teilnahme beträgt € 5 pro Sitzung.




Schwerpunktthema 2022
der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus
für interreligiösen Dialog


Das Christentum und Jesus
aus jüdisch-orthodoxer Perspektive


Die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog lädt Sie herzlich zu den Studiennachmittagen und Vortragsabenden im Rahmen des
Schwerpunktthemas 2022
'Das Christentum und Jesus aus jüdisch-orthodoxer Perspektive'
mit Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens
ins virtuelle Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog ein.


In den letzten 20 Jahren hat sich der Dialog zwischen Juden und Christen weiter vertieft. Ausgedrückt wird das unter anderem auch in jüdischen Erklärungen, die um das Jubiläumsjahr der Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils über das Verhältnis der Kirche zu den nicht-christlichen Religionen Nostra aetate 2015 herum erschienen sind.


Die erste Stellungnahme orthodoxer Rabbiner zu Christentum "Den Willen unseres Vaters im Himmel tun: Hin zu einer Partnerschaft zwischen Juden und Christen" beginnt: „Nach fast zwei Jahrtausenden der Feindseligkeit und Entfremdung erkennen wir, orthodoxe Rabbiner, [...] die sich uns darbietende historische Gelegenheit: Wir möchten den Willen unseres Vaters im Himmel tun, indem wir die uns angebotene Hand unserer christlichen Brüder und Schwestern ergreifen. Juden und Christen müssen als Partner zusammenarbeiten, um den moralischen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.“ 


Es folgte dann 2017 die von internationalen orthodoxen Rabbinerverbänden und dem israelischen Oberrabbinat herausgegebene Erklärung "Zwischen Jerusalem und Rom".
Woher kommt dieses Engagement orthodoxer Rabbiner? Warum zu diesem Zeitpunkt? Bedeuten die orthodoxen Erklärungen einen Paradigmenwechsel im jüdisch-christlichen Verhältnis? Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens ist einer der Initiatoren und Mitverfasser des Textes von 2015 und wird in der Reihe „Das Christentum und Jesus aus jüdisch-orthodoxer Perspektive“ die Rolle und die Sichtweise der jüdischen Orthodoxie im Dialog erläutern.

Da einzelne Themen auch für ein internationales Publikum Relevanz haben, werden einige Veranstaltungen zusätzlich im Rahmen eines Vortragsabends in englischer Sprache angeboten.


Programm und Termine im Einzelnen:

Jesus im inner-jüdischen Diskurs

Sonntag, 27.03.2022, 14 - 17.00 Uhr, via Zoom


Studiennachmittag mit Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens
Schon lange wissen wir, dass Jesus jüdisch war. Meist unbekannt sind hingegen die viel weitergehenden theologischen Perspektiven auf die Rolle Jesu und das Christentum von jüdisch-orthodoxen Rabbinern und Gelehrten wie Maimonides, Jakob Emden, Elias Soloweyczyk, Elias Benamozegh, Samson Raphael Hirsch, David Zwi Hofmann, David Flusser, Michael Wyschogrod oder Yitz Greenberg und anderen. Dieser Studiennachmittag soll in diese Sichtweise und ihre Aktualität einführen.


'Das Neue Testament jüdisch erklärt'
an Textbeispielen


Sonntag, 24.04.2022, 14.00 - 17.00 Uhr, via Zoom


Studiennachmittag mit Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens
Die neue Veröffentlichung 'Das Neue Testament jüdisch erklärt' ist die Übersetzung einer wegweisenden Publikation aus den USA. Sie führt in die Texte des Neuen Testaments ein und erklärt jeweils Kontext und jüdischen Bezug. Es folgen kurze, einführende Essays zu Themen des Neuen Testaments und des Dialogs von amerikanischen Gelehrten. Ergänzt wird die deutsche Übersetzung durch Beiträge aus dem deutschsprachigen Raum. Dieser Studiennachmittag soll anhand von einigen Beispielen das jüdische Verständnis neutestamentlicher Texte, insbesondere im Kontext der rabbinischen Literatur, verdeutlichen.


Jesus in the inner-Jewish discourse


Wednesday, 11.05.2022, 7.00 pm (CET), via Zoom
Vortragsabend in ENGLISCHER Sprache


Lecture with Rabbi Dr. Jehoschua Ahrens
We have known for a long time that Jesus was Jewish. Mostly unknown, however, are the much broader theological perspectives on the role of Jesus and Christianity by Jewish Orthodox rabbis and scholars, such as Maimonides, Jakob Emden, Elias Soloweyczyk, Elias Benamozegh, Samson Raphael Hirsch, David Zwi Hofmann, David Flusser, Michael Wyschogrod or Yitz Greenberg and others. This lecture introduces this view and its relevance for our times.



Eine jüdisch-orthodoxe Theologie des Christentums
aus traditionellen Quellen


Sonntag, 22.05.2022, 14.00 - 17.00 Uhr, via Zoom


Studiennachmittag mit Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens
Eine jüdische Theologie des Christentums ist immer noch ein Desiderat, aber de facto wird schon spätestens seit dem frühen Mittelalter immer wieder der religionsrechtliche Status des Christentums diskutiert. Je nach Zeit und Ort waren die Positionen sehr unterschiedlich und entwickelten sich auch aktuell noch weiter. Diesem Thema widmet sich Rabbiner Dr. Ahrens in seiner Habilitationsschrift und führt in diesem Studiennachmittag in die neuesten Forschungsergebnisse zu den jüdisch-orthodoxen Diskussionen ein und zeichnet die Entwicklungen bis heute nach.


A Jewish-Orthodox Theology of Christianity
based on traditional sources


Wednesday, 02.06.2022, 7.00 pm (CET), via Zoom

Vortragsabend in ENGLISCHER Sprache


Lecture with Rabbi Dr.Jehoschua Ahrens
A Jewish theology of Christianity is still a desideratum, but in fact the status of Christianity in terms of religious law has been discussed again and again at least since the early Middle Ages. Depending on time and place, positions have been very diverse and continue to evolve even today. This lecture is based on the most recent findings of Rabbi Dr Ahrens' post doc research project and introduces the Jewish-Orthodox discussions and describes the developments up to the present day.



Verpasste Chancen:
Christlich - Jüdisch-orthodoxe Beziehungen von den Anfängen bis Nostra Aetate 1965


Sonntag, 06.11.2022, 14.00 - 17.00 Uhr, via Zoom


Studiennachmittag mit Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens
Aus christlicher Sicht wird der Dialog meist nach 1945 verortet. Tatsächlich änderte sich erst dann die theologische Haltung in Bezug auf Juden und das Judentum. Aus jüdischer Sicht gehen Dialogperspektiven aber wesentlich weiter zurück. Spätestens seit der frühen Neuzeit gibt es immer wieder Dialogangebote von jüdischer Seite, die aber von den Kirchen nicht wahrgenommen oder geradeheraus abgelehnt wurden. Die Dialoggeschichte ist damit auch eine Geschichte der verpassten Chancen. Dieser Studiennachmittag möchte jüdische Dialogbemühungen im Kontext der christlichen Reaktionen bis Nostra aetate 1965 vorstellen.



Virtual book presentation with 
Rabbi Dr. Jehoschua Ahrens
and Karl-Hermann Blickle:

FROM CONFRONTATION TO COVENANTAL PARTNERSHIP*


Jews and Christians Reflect on the Orthodox Rabbinic Statement of "To Do the Will of Our Father in Heaven"


Date/Time: Sunday, December 4th, 2022
Location: Zoom Webinar
Speakers:
Rabbi Dr. Jehoschua Ahrens
Karl-Hermann Blickle, Chairman of Stuttgarter Lehrhaus Foundation
Additional speakers and contributors have been approached and will be announced on our website in due time



In December 2015 twenty-five Orthodox rabbis around the world published the controversial statement "To Do the Will of Our Father in Heaven: Toward a Partnership between Jews and Christians". It was the first public Orthodox statement on Christianity since the Catholic Church changed its teachings toward Judaism and the Jewish People in 1965. Citing rabbinic precedents, To Do the Will of Our Father articulated a bold vision of covenantal appreciation between Jews and Christians. Today more than one hundred Orthodox rabbis, teachers, professors and communal leaders have signed the statement. From Confrontation to Covenantal Partnership offers reflections by prominent Jewish and Christian thinkers on To Do the Will of Our Father. The authors discuss the history of To Do the Will of Our Father, its breakthroughs and its theological, legal and communal implications. This book will interest Jews, Christians, scholars, laypersons, communal leaders and everyone interested in building a better future together.


Course material:
FROM CONFRONTATION TO COVENANTAL PARTNERSHIP
Jews and Christians Reflect on the Orthodox Rabbinic Statement of "To Do the Will of Our Father in Heaven"
Edited by Jehoschua Ahrens, Irving (Yitz) Greenberg, and Eugene Korn
Preface by Karl Hermann Blickle
Introductions by Rabbi Shlomo Riskin, Cardinal Timothy Dolan, and Former Archbishop of Canterbury Rowan Williams


Hardcover, 302 Pages
Urim Publications, 2021
ISBN: 978-160-280-411-1


*Buchtitel und Bezugsnachweis - Bitte klicken Sie auf diesen internen Link.


Teilnahme/Anmeldung:
Die Studiennachmittage werden wir nicht vor Ort als physische Präsenzveranstaltung durchführen. Wir bieten sie als digitales Zoom-Meeting an, mit der Möglichkeit virtuell teilzunehmen. Eine Teilnahme erfolgt durch eine Anmeldung per E-Mail bei unserer Geschäftsstelle. Anschließend erhalten Sie von uns einen Zoom-Link mit weiteren Einwahlinformationen und eine technische Anleitung, die Sie zur Teilnahme befähigt.
Des Weiteren ist die Teilnahme kostenlos. Bitte melden Sie sich rechtzeitig unter
info@stuttgarter-lehrhaus.de an.


Veranstalter:
Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog


Registration:
We will not present the study afternoons and lectures on-site as a physical face-to-face event. We will offer them as a digital Zoom meeting, with the option to participate virtually. You can participate by registering via email to our office. You will then receive a Zoom link from us with further dial-in information and technical instructions which will enable you to participate.
Furthermore, participation is free of charge. Please register in a timely manner to
info@stuttgarter-lehrhaus.de

Host:
Stuttgarter Lehrhaus Foundation for Interfaith Dialogue.

Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens
Der im interreligiösen Dialog erfahrene Theologe und Rabbiner Jehoschua Ahrens wurde in Erlenbach am Main geboren. Er ließ sich u. a. in einem traditionellen orthodoxen Rabbinerseminar in Israel (Ohr Torah Stone in Efrat) zum Rabbiner ausbilden und studierte parallel dazu Judaistik mit einem Schwerpunkt Liturgie an den Universitäten Bar Ilan (Israel) und Budapest. Neben seiner Tätigkeit als Gemeinderabbiner in Darmstadt promovierte er über die „Konferenz von Seelisberg (1947)“ an der Universität Luzern, wo er sich momentan mit einem Forschungsprojekt zu einer jüdischen Theologie des Christentums habilitiert. Er arbeitet als freiberuflicher jüdischer Mitarbeiter für die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog.
Jehoschua Ahrens schreibt regelmäßig in der Jüdischen Allgemeinen/D, der Zeitschrift Tachles/CH und ist auch in Radio und Fernsehsendungen ein gefragter Gast zu jüdischen Themen.

Jahresthema 2021/Fortsetzung in 2022:
Jüdisch-Muslimischer Dialog
als virtuelle Veranstaltungsreihe
der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus

Virtuelle Studiennachmittage zum Buch
Gabriel Strenger
Spiritualität in der
jüdisch-muslimischen Begegnung
Themen, Persönlichkeiten und Entwicklungen

Die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog lädt Sie gemeinsam mit dem Bund der Deutscher Dialoginstitutionen herzlich zur Fortsetzung der Studiennachmittage im Jahre 2022 zum Buch


Gabriel Strenger
Spiritualität in der
jüdisch-muslimischen Begegnung*


ins virtuelle Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog ein.
Im Rahmen des Jahresthemas Jüdisch-Muslimischer Dialog in 2021 präsentierte die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus in ihrer interreligiösen Schriftenreihe die Monographie 'Spiritualität in der jüdisch-muslimischen Begegnung - Themen, Persönlichkeiten und Entwicklungen'. Im Anschluss daran fanden in der 2. Jahreshälfte 2021 bereits zwei Studiennachmittage hierzu statt.
Der jüdische Gelehrte Gabriel Strenger liest in Klassikern der muslimischen Mystik und bringt dabei überraschende Gemeinsamkeiten zwischen dem Islam und dem Judentum zu Tage. 


Kompetent führt uns Gabriel Strenger von den Ursprüngen der Tora und des Korans über die fruchtbare jüdisch-muslimische Symbiose im mittelalterlichen Andalusien bis ins moderne Israel, wo sich Muslime und Juden für gemeinsame Sema-Rituale zusammenfinden. Wir erfahren von Gemeinsamkeiten in der symbolischen Schriftdeutung des Sufismus und der Kabbala und lernen die jüdischen Sufis des 13. Jahrhunderts in Ägypten kennen, deren Anführer, Rabbi Abraham, Sohn des berühmten Maimonides, sich nicht scheute, meditative Methoden aus dem muslimischen Umfeld in den jüdischen Gottesdienst zu integrieren.


Große islamische Gelehrte wie Elghazali, Ibn Arabi und Rumi kommen in dieser Monografie genauso zur Sprache wie Rabbi Jehuda Halevi, das Buch Sohar und Rabbi Eljahu de Vidas. Wir erfahren auch von Denkern des zwanzigsten Jahrhunderts, wie Said Nursi und Friedrich Weinreb, die es aufgrund ihres unerschütterlichen Glaubens beide vermochten, schmerzhafte persönliche Exilerfahrungen in eine Fülle spiritueller Einsichten umzuformen.


Dieses Buch lässt die gegenwärtigen politischen Konflikte zwischen Muslimen und Juden als hinfälligen Zwist zwischen Geschwistern erscheinen, die ihr gemeinsames Familienerbe zeitweilig aus den Augen verloren haben. Gabriel Strenger zeigt auf, dass Frieden zwischen Isaak und Ismael nicht nur möglich, sondern eine religiöse Notwendigkeit ist.


Die Studiennachmittage finden an folgenden Terminen statt:


  • Schwerpunkt Mystik: Sufismus und Judentum-                   Sonntag, 10. April 2022, 14:00 bis 17:00 Uhr, MEZ


  • Mensch und Gott: Symbole und der «Universale Mensch» Sonntag, 19. Juni 2022, 14:00 bis 17:00 Uhr, MEZ


  • Irdische und himmlische Liebe: Rumi und der ägyptische Chassidismus                                                                           Sonntag, 18. September 2022, 14:00 bis 17:00 Uhr, MEZ


  • Exil und Heimat: Said Nursi und Friedrich Weinreb            Sonntag, 11. Dezember 2022 14:00 bis 17:00 Uhr, MEZ


Gabriel Strenger ist Klinischer Psychologe in Jerusalem,  Lehrbeauftragter für Psychotherapie an der Hebräischen Universität in Jerusalem, Sänger und Lehrer für Judentum und Chassidismus.
Er ist Autor der Bücher „Jüdische Spiritualität“ (Morascha Verlag, Basel 2016) und „Die Kunst des Betens – Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetsbuch“ (Morascha Verlag, 2019), deren Erscheinen von der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus gefördert wurde.
Für die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus ist er als Berater für Judentum und jüdische Spiritualität tätig.  Seine deutschsprachigen und hebräischen Publikationen, Vorträge und Musik-CDs sind auf www.gabriel-strenger.com abrufbar.


Teilnahme/Anmeldung:
Diese Studiennachmittage werden wir nicht vor Ort als physische Präsenzveranstaltungen durchführen. Wir bieten sie als digitales Zoom-Meeting an mit der Möglichkeit, virtuell teilzunehmen. Eine Teilnahme an der
Virtuellen Studiennachmittagen Spiritualität in der jüdisch-muslimischen Begegnung
Themen, Persönlichkeiten und Entwicklungen
erfolgt durch eine Anmeldung bei unserer Geschäftsstelle - entweder per Mail oder telefonisch. Anschließend erhalten Sie von uns einen Zoom-Link mit weiteren Einwahlinformationen und eine technische Anleitung, die Sie zur Teilnahme befähigt.

Die Teilnahme an den Studiennachmittagen ist kostenlos. Bitte melden Sie sich rechtzeitig unter info@stuttgarter-lehrhaus.de an.
Gerne auch telefonisch unter +49 711 / 620 32 692


Veranstalter:
- Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog
- Bund Deutscher Dialoginstitutionen (BDDI)



*Buchtitel und Bezugsnachweis - Bitte klicken Sie auf diesen Link.


Josef und seine Brüder:
Psychologie und Mystik in der jüdischen Textauslegung


Fortbildungskurs mit Gabriel Strenger


Termin: 07.03.2022, 08:00 Uhr - 09.03.2022, 16:00 Uhr
Lernort:  Ev. Akademie Bad Boll, Akademieweg 11, 

73087 Bad Boll

Am Ende des Genesis-Buches steht die Lebensgeschichte Josefs. Auf ihn ist die Aufmerksamkeit gerichtet – aber zugleich ist es die Geschichte der Familie Jakobs. „Ihr habt euch Böses ausgerechnet gegen mich. Gott hat es zum Guten summiert“ (Übers. J. Ebach). Macht Gott aus Bösem Gutes? Dürfen sich Täter am Ende gerechtfertigt sehen, weil ohne ihren Beitrag am Ende nicht Gutes stehen würde? Müssen oder sollen Opfer vergeben? Hilft dieser biblische Stoff, Resilienz zu entwickeln, um am Ende den großen Sinn zu erkennen in dem, was bisweilen schicksalhaft-chaotisch erlebt wird? Der Fortbildungskurs lotet die Kunst der Erzählung mit Hilfe der Erfahrung jüdischer Textwahrnehmung und Auslegung aus. Gabriel Strenger wird außerdem ihre psychologische und spirituelle Dimensionen beleuchten. Ein Brennpunkt ist die Konfrontation der zwei Brüder Josef und Jehuda und deren Relevanz für die Überlieferung von den zwei verschiedenen Messiassen, die als Nachkommen von Josef und Jehuda gelten.


Gabriel Strenger, in Basel aufgewachsen, ist als Klinischer Psychologe und Lehrbeauftragter für Psychotherapie in Jerusalem tätig. Er befasst sich seit vielen Jahren mit Midrasch, Kabbala und Chassidismus und ist vielgefragter Gastreferent im deutschsprachigen Raum.


Veranstalter:
- Pfarramt für das Gespräch zwischen Christen und Juden
- Der Fortbildungskurs wird durch die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog finanziell gefördert.


Hinweise zur Teilnahme:
Pfarramt für das Gespräch zwischen Christen und Juden
Akademieweg 11
73087 Bad Boll
Telefon: 0716479345
E-Mail: agwege@gmx.de
Homepage: www.agwege.de



"Mein Blick auf die jeweils andere Religion- Austausch ohne Grenzen"


Vortrags- und Gesprächsabend
Termin: Sonntag, 13. März 2022 17:00 Uhr
Ort: Stuttgarter Lehrhaus im Paul-Gerhardt-Zentrum,
Rosenbergstr. 192, 70193 Stuttgart


Mitwirkende: Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens, Dr. Mahmoud Abdallah, Heiner
Küenzlen und Emel Atak

Veranstalter:
- Haus Abraham im Stuttgarter Lehrhaus e.V.
- Der Studiennachmittag wird von der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog finanziell gefördert.

Informationen und Anmeldung unter:
Claudia Marx Rosenstein
Haus Abraham e.V.
Geschäftsstelle
Rosenbergstr. 194B
70193 Stuttgart
info@haus-abraham.de
www.haus-abraham.de


„Schöpfer, Schöpfung und Umwelt – die Relevanz von Texten der hebräischen Bibel in der ökologischen Krise“


Tora-Lernwoche im Stuttgarter Lehrhaus


Referent: Johanan Flusser, Jerusalem
Termin: Montag, 04. – Donnerstag, 07. Juli 2022
Ort: Stuttgarter Lehrhaus im Paul-Gerhardt-Zentrum
Rosenbergstr. 192, 70193 Stuttgart


Nähere Informationen zur Toralernwoche werden wir in Kürze auf unserer Website bekannt geben.


Veranstalter:
- Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog
- AGWege Pfarramt für das Gespräch zwischen Christen und Juden



Die Welt der Psalmen XXXIV
mit Rivka und Dani Basch


Fortbildungskurs


Termin: 01.- 03. November 2022
Lernort:  Ev. Akademie Bad Boll, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll


Psalmen werden in der Kirche und im christlichen Alltag in verschieden Situationen rezitiert. Unser Anliegen ist es in diesem Kurs zu zeigen welchen Platz verschiedene Psalmen im jüdischen Alltag, im Gebet des Einzelnen und im synagogalen Gottesdienst einnehmen. Je nachdem zu welcher Zeit oder zu welchem Anlass bestimmte Verse gesprochen werden, zeigt sich ein anderes Verständnis einer Textpassage.


Die jüdische Kunst, biblische Texte auszulegen, das heißt: auf ihre Stimme zu hören, hat einen hermeneutischen Grundsatz hervorgebracht: „Wende sie [die Schrift] und wende sie, denn alles ist in ihr [zu finden]“ (Pirkei Awot 5,22). Diese Hochschätzung ist grundsätzlich dialogisch und knüpft Gesprächsfäden auch aus dem jetzt und hier zu Angehörigen verschiedener früherer Generationen, die immer wieder neues vernommen haben in den überlieferten Texten: So werden wir die verschiedenen klassischen Exegeten des Judentums konsultieren: angefangen bei den Rabbinen des Midrasch über Exegeten des Mittelalters bis hin zu neuen Interpretationen im modernen Israel.


Veranstalter:
- AGWege Pfarramt für das Gespräch zwischen Christen und Juden
- Der Fortbildungskurs wird durch die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog finanziell gefördert.


Hinweise zur Teilnahme:
Pfarramt für das Gespräch zwischen Christen und Juden
Akademieweg 11
73087 Bad Boll
Telefon: 0716479345
E-Mail: agwege@gmx.de
Homepage: www.agwege.de


Programmankündigung für 2023:


Virtuelle Filmvorführung:
„Denn Ihr wart Fremde...“
"for ye were strangers..."
"וַאֲהַבְתֶּ֖ם אֶת־הַגֵּ֑ר כִּֽי־גֵרִ֥ים הֱיִיתֶ֖ם בְּאֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃"
mit Dr. Nurit Carmel


Wir laden Sie ein zu einem von der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus geförderten sehenswerten Dokumentarfilm von Dr. Nurit Carmel, Haifa, der den Themenkomplex Flüchtlingsschicksale in historischer, theologischer und universeller Perspektive aufgreift.


Der Film enthält neben persönlichen Berichten von Zeitzeugen, die unter anderem als Austauschkandidaten das KZ-Bergen-Belsen überlebten, bewegende Interviews mit heutigen Flüchtlingsfamilien in Deutschland und Israel, die im Rahmen der aktuellen Flüchtlingskrisen aus ihren Heimatländern flüchten mussten. Einblicke in Beispiele gelungener Integrationsprozesse sowie interreligiöse Perspektiven ergänzen die bewegende Dokumentation. Nurit Carmel zeigt auf, wie Juden, Christen und Muslime, sowie Angehörige anderer Glaubensvorstellungen gemeinsam am gleichen "Flüchtlingsdiskurs" teilnehmen. Somit wird das Schicksal von Flüchtlingen über spezielle historische und ethnische Kontexte hinaus zu einem universellen Paradigma.


Die Regisseurin des Films, Dr. Nurit Carmel aus Haifa hat viele Jahre in Israel als Filmemacherin gearbeitet und in dieser Funktion auch Filmprojekte für die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem betreut. Als Dokumentarfilmregisseurin hat sie zahlreiche Filme selbst gedreht. Nach weiteren Jahren vorwiegend im Bereich der Erinnerungs- und Gedenkkultur in Israel, Österreich und Deutschland arbeitet die Mutter von drei Kindern aktuell freiberuflich als Filmemacherin für die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog.


Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Gesprächs- und Fragerunde mit Dr. Nurit Carmel statt.


Moderation: Karl-Hermann Blickle,
Vorsitzender der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus.
Datum/Zeit: 1. Jahreshälfte 2023
Ort: Zoom


Teilnahme/Anmeldung:
Die Teilnahme an der Filmvorführung ist kostenlos.
Bitte melden Sie sich rechtzeitig unter info@stuttgarter-lehrhaus.de an.
Gerne auch telefonisch unter +49 711 2535 948 13.


Veranstalter:
Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog

 

 

 

 
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