Neue, aktuelle Buchtitel 

mit Kaufangebot
der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus
für interreligiösen Dialog

 

Aktuelle Veranstaltungen:


Schwerpunktthema 2022
der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus
für interreligiösen Dialog


Das Christentum und Jesus
aus jüdisch-orthodoxer Perspektive


Die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog lädt Sie herzlich zu den Studiennachmittagen und Vortragsabenden im Rahmen des
Schwerpunktthemas 2022
'Das Christentum und Jesus aus jüdisch-orthodoxer Perspektive'

mit Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens


ins virtuelle Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog ein.
In den letzten 20 Jahren hat sich der Dialog zwischen Juden und Christen weiter vertieft. Ausgedrückt wird das unter anderem auch in jüdischen Erklärungen, die um das Jubiläumsjahr der Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils über das Verhältnis der Kirche zu den nicht-christlichen Religionen Nostra aetate 2015 herum erschienen sind. 


Die erste Stellungnahme orthodoxer Rabbiner zu Christentum "Den Willen unseres Vaters im Himmel tun: Hin zu einer Partnerschaft zwischen Juden und Christen" beginnt: „Nach fast zwei Jahrtausenden der Feindseligkeit und Entfremdung erkennen wir, orthodoxe Rabbiner, [...] die sich uns darbietende historische Gelegenheit: Wir möchten den Willen unseres Vaters im Himmel tun, indem wir die uns angebotene Hand unserer christlichen Brüder und Schwestern ergreifen. Juden und Christen müssen als Partner zusammenarbeiten, um den moralischen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.“ Es folgte dann 2017 die von internationalen orthodoxen Rabbinerverbänden und dem israelischen Oberrabbinat herausgegebene Erklärung "Zwischen Jerusalem und Rom".


Woher kommt dieses Engagement orthodoxer Rabbiner? Warum zu diesem Zeitpunkt? Bedeuten die orthodoxen Erklärungen einen Paradigmenwechsel im jüdisch-christlichen Verhältnis? Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens ist einer der Initiatoren und Mitverfasser des Textes von 2015 und wird in der Reihe „Das Christentum und Jesus aus jüdisch-orthodoxer Perspektive“ die Rolle und die Sichtweise der jüdischen Orthodoxie im Dialog erläutern.

Da einzelne Themen auch für ein internationales Publikum Relevanz haben, werden einige Veranstaltungen zusätzlich im Rahmen eines Vortragsabends in englischer Sprache angeboten.

 

Programm und Termine im Einzelnen:


Jesus im inner-jüdischen Diskurs









Der Name Jesus in hebräischer Schrift seiner Zeit. 


Sonntag, 27.03.2022, 14 - 17.00 Uhr, via Zoom


Studiennachmittag mit Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens
Schon lange wissen wir, dass Jesus jüdisch war. Meist unbekannt sind hingegen die viel weitergehenden theologischen Perspektiven auf die Rolle Jesu und das Christentum von jüdisch-orthodoxen Rabbinern und Gelehrten wie Maimonides, Jakob Emden, Elias Soloweyczyk, Elias Benamozegh, Samson Raphael Hirsch, David Zwi Hofmann, David Flusser, Michael Wyschogrod oder Yitz Greenberg und anderen. Dieser Studiennachmittag soll in diese Sichtweise und ihre Aktualität einführen.



'Das Neue Testament jüdisch erklärt'
an Textbeispielen















Sonntag, 24.04.2022, 14.00 - 17.00 Uhr, via Zoom 


Studiennachmittag mit Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens
Die neue Veröffentlichung 'Das Neue Testament jüdisch erklärt' ist die Übersetzung einer wegweisenden Publikation aus den USA. Sie führt in die Texte des Neuen Testaments ein und erklärt jeweils Kontext und jüdischen Bezug. Es folgen kurze, einführende Essays zu Themen des Neuen Testaments und des Dialogs von amerikanischen Gelehrten. Ergänzt wird die deutsche Übersetzung durch Beiträge aus dem deutschsprachigen Raum. Dieser Studiennachmittag soll anhand von einigen Beispielen das jüdische Verständnis neutestamentlicher Texte, insbesondere im Kontext der rabbinischen Literatur, verdeutlichen.



Jesus in the inner-Jewish discourse

The name of Jesus in Hebrew writing of his time.


Wednesday, 11.05.2022, 7.00 pm (CET), via Zoom
Vortragsabend in ENGLISCHER Sprache


Lecture with Rabbi Dr. Jehoschua Ahrens
We have known for a long time that Jesus was Jewish. Mostly unknown, however, are the much broader theological perspectives on the role of Jesus and Christianity by Jewish Orthodox rabbis and scholars, such as Maimonides, Jakob Emden, Elias Soloweyczyk, Elias Benamozegh, Samson Raphael Hirsch, David Zwi Hofmann, David Flusser, Michael Wyschogrod or Yitz Greenberg and others. This lecture introduces this view and its relevance for our times.


Eine jüdisch-orthodoxe Theologie des Christentums
aus traditionellen Quellen











Sonntag, 22.05.2022, 14.00 - 17.00 Uhr, via Zoom


Studiennachmittag mit Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens
Eine jüdische Theologie des Christentums ist immer noch ein Desiderat, aber de facto wird schon spätestens seit dem frühen Mittelalter immer wieder der religionsrechtliche Status des Christentums diskutiert. Je nach Zeit und Ort waren die Positionen sehr unterschiedlich und entwickelten sich auch aktuell noch weiter. Diesem Thema widmet sich Rabbiner Dr. Ahrens in seiner Habilitationsschrift und führt in diesem Studiennachmittag in die neuesten Forschungsergebnisse zu den jüdisch-orthodoxen Diskussionen ein und zeichnet die Entwicklungen bis heute nach.


A Jewish-Orthodox Theology of Christianity
based on traditional sources

Wednesday, 02.06.2022, 7.00 pm (CET), via Zoom


Vortragsabend in ENGLISCHER Sprache
Lecture with Rabbi Dr.Jehoschua Ahrens
A Jewish theology of Christianity is still a desideratum, but in fact the status of Christianity in terms of religious law has been discussed again and again at least since the early Middle Ages. Depending on time and place, positions have been very diverse and continue to evolve even today. This lecture is based on the most recent findings of Rabbi Dr Ahrens' post doc research project and introduces the Jewish-Orthodox discussions and describes the developments up to the present day.



Verpasste Chancen:
Christlich - Jüdisch-orthodoxe Beziehungen von den Anfängen bis Nostra Aetate 1965

Sonntag, 06.11.2022, 14.00 - 17.00 Uhr, via Zoom


Studiennachmittag mit Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens
Aus christlicher Sicht wird der Dialog meist nach 1945 verortet. Tatsächlich änderte sich erst dann die theologische Haltung in Bezug auf Juden und das Judentum. Aus jüdischer Sicht gehen Dialogperspektiven aber wesentlich weiter zurück. Spätestens seit der frühen Neuzeit gibt es immer wieder Dialogangebote von jüdischer Seite, die aber von den Kirchen nicht wahrgenommen oder geradeheraus abgelehnt wurden. Die Dialoggeschichte ist damit auch eine Geschichte der verpassten Chancen. Dieser Studiennachmittag möchte jüdische Dialogbemühungen im Kontext der christlichen Reaktionen bis Nostra aetate 1965 vorstellen.



Virtual book presentation with 
Rabbi Dr. Jehoschua Ahrens
and Karl-Hermann Blickle:

FROM CONFRONTATION TO COVENANTAL PARTNERSHIP*

Jews and Christians Reflect on the Orthodox Rabbinic Statement of "To Do the Will of Our Father in Heaven"

Date/Time: Sunday, December 4th, 2022
Location: Zoom Webinar
Speakers:
Rabbi Dr. Jehoschua Ahrens
Karl-Hermann Blickle, Chairman of Stuttgarter Lehrhaus Foundation


Additional speakers and contributors have been approached and will be announced on our website in due time


In December 2015 twenty-five Orthodox rabbis around the world published the controversial statement "To Do the Will of Our Father in Heaven: Toward a Partnership between Jews and Christians". It was the first public Orthodox statement on Christianity since the Catholic Church changed its teachings toward Judaism and the Jewish People in 1965. Citing rabbinic precedents, To Do the Will of Our Father articulated a bold vision of covenantal appreciation between Jews and Christians. Today more than one hundred Orthodox rabbis, teachers, professors and communal leaders have signed the statement. From Confrontation to Covenantal Partnership offers reflections by prominent Jewish and Christian thinkers on To Do the Will of Our Father. The authors discuss the history of To Do the Will of Our Father, its breakthroughs and its theological, legal and communal implications. This book will interest Jews, Christians, scholars, laypersons, communal leaders and everyone interested in building a better future together.



Course material:
FROM CONFRONTATION TO COVENANTAL PARTNERSHIP
Jews and Christians Reflect on the Orthodox Rabbinic Statement of "To Do the Will of Our Father in Heaven"

Edited by Jehoschua Ahrens, Irving (Yitz) Greenberg, and Eugene Korn
Preface by Karl Hermann Blickle
Introductions by Rabbi Shlomo Riskin, Cardinal Timothy Dolan, and Former Archbishop of Canterbury Rowan Williams

Hardcover, 302 Pages
Urim Publications, 2021
ISBN: 978-160-280-411-1


*Buchtitel und Bezugsnachweis - Bitte klicken Sie auf diesen internen Link.



Teilnahme/Anmeldung:
Die Studiennachmittage werden wir nicht vor Ort als physische Präsenzveranstaltung durchführen. Wir bieten sie als digitales Zoom-Meeting an, mit der Möglichkeit virtuell teilzunehmen. Eine Teilnahme erfolgt durch eine Anmeldung per E-Mail bei unserer Geschäftsstelle. Anschließend erhalten Sie von uns einen Zoom-Link mit weiteren Einwahlinformationen und eine technische Anleitung, die Sie zur Teilnahme befähigt.
Des Weiteren ist die Teilnahme kostenlos. Bitte melden Sie sich rechtzeitig unter
info@stuttgarter-lehrhaus.de an.


Veranstalter:
Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog



Registration:
We will not present the study afternoons and lectures on-site as a physical face-to-face event. We will offer them as a digital Zoom meeting, with the option to participate virtually. You can participate by registering via email to our office. You will then receive a Zoom link from us with further dial-in information and technical instructions which will enable you to participate.
Furthermore, participation is free of charge. Please register in a timely manner to
info@stuttgarter-lehrhaus.de

Host:
Stuttgarter Lehrhaus Foundation for Interfaith Dialogue.





Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens
Der im interreligiösen Dialog erfahrene Theologe und Rabbiner Jehoschua Ahrens wurde in Erlenbach am Main geboren. Er ließ sich u. a. in einem traditionellen orthodoxen Rabbinerseminar in Israel (Ohr Torah Stone in Efrat) zum Rabbiner ausbilden und studierte parallel dazu Judaistik mit einem Schwerpunkt Liturgie an den Universitäten Bar Ilan (Israel) und Budapest. Neben seiner Tätigkeit als Gemeinderabbiner in Darmstadt promovierte er über die „Konferenz von Seelisberg (1947)“ an der Universität Luzern, wo er sich momentan mit einem Forschungsprojekt zu einer jüdischen Theologie des Christentums habilitiert. Er arbeitet als freiberuflicher jüdischer Mitarbeiter für die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog.
Jehoschua Ahrens schreibt regelmäßig in der Jüdischen Allgemeinen/D, der Zeitschrift Tachles/CH und ist auch in Radio und Fernsehsendungen ein gefragter Gast zu jüdischen Themen.


 

 

 
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