Stiftung Stuttgarter Lehrhaus 
für interreligiösen Dialog


Dialog an interreligiösen und virtuellen Lernorten

 

Programm September 2020 - Januar 2021



Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Stuttgarter Lehrhaus,

die Covid-19-Pandemie hat auch unser interreligiös-trialogisches Programm stark beeinträchtigt. Noch nie in der Geschichte der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog mussten wir so viele Veranstaltungen absagen wie im ersten Halbjahr 2020 – obwohl sie sorgfältig vorbereitet und auf breites Interesse gestoßen waren. 
In dieser besonderen Situation, in der wir als Gesellschaft mit Sorgen, Ängsten, Krankheit und Tod herausgefordert werden, fühlen wir uns umso mehr unserer interreligiösen Philosophie verpflichtet den Trialog zwischen den Anhängern der drei monotheistischen Religionen, zwischen Juden, Christen und Muslimen auf der Grundlage von Toleranz, Verstehen, Verständnis und Gleichberechtigung zu führen.

Gott sei Dank wissen wir mittlerweile, ob und unter welchen Bedingungen wir
ab September wieder öffentliche Veranstaltungen mit persönlicher Begegnung mit Ihnen durchführen dürfen und können. Als Stiftung sind wir im Rahmen unserer Programmarbeit weiterhin besonders herausgefordert: 

 

  • Wir leben weiterhin in der Phase der vorsichtigen Öffnung des gesellschaftlichen Lebens und wir können noch nicht absehen, wie die Pandemie-Situation im Herbst aussehen wird. 

 

  • Unsere Referenten reisen teilweise aus dem Ausland an. Deshalb berücksichtigen wir die internationalen Pandemie-Entwicklungen und rechnen mit Quarantäne-Maßnahmen bei Rückreisen unserer Referenten.

 

  • Wir wollen Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Covid-19 Erkrankungsverlauf als Besucher und Teilnehmende bei unseren interreligiösen Seminaren schützen. 


Wir schauen mit Gottvertrauen nach vorne und werden dennoch für Sie da sein - mit einem stark reduzierten Programm - aber dafür mit neuen Online-Formaten und traditionsgemäß weiterhin mit interreligiösen Präsenzveranstaltungen. Im neuen Programmhalbjahr 2020/2 werden sich Juden, Christen und Muslimen im Stuttgarter Lehrhaus verstärkt in der digitalen Welt begegnen. Machen Sie sich keine Sorgen. Wir stehen Ihnen bei den digitalen Herausforderungen begleitend und beratend zur Seite. Somit werden Sie weiterhin an unseren Veranstaltungen teilnehmen können. 

Neu ist auch: Das Programm der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus wird unter den Corona-bedingten Umständen nicht wie gewohnt in den zwei Programmreihen „Dialog an interreligiösen Lernorten“ und „Gesamtprogramm im Stuttgarter Lehrhaus“ präsentiert. Stattdessen gibt es ein einzelnes Programm, in dem Sie alle Veranstaltungen der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus und ihrer interreligiösen Partnerinstitutionen von September 2020 bis einschließlich Januar 2021 finden - wir dokumentieren sie im vorliegenden Programm. Wir arbeiten weiterhin an der Konzipierung von zusätzlichen Veranstaltungen. Bitte informieren Sie sich auf unserer Homepage über aktuelle Entwicklungen. Wir werden Sie per E-Mail auf dem Laufenden halten und freuen uns Sie bei einer unserer nächsten Veranstaltungen, digital oder vor Ort, begrüßen zu dürfen.


Mit herzlichen Grüßen aus dem Stuttgarter Lehrhaus





Karl-Hermann Blickle 
Vorsitzender
Stiftung Stuttgarter Lehrhaus
für interreligiösen Dialog                





Hasan Dadelen
Vorstandsassistent für
Programm- und Projektarbeit               






Dialog an interreligiösen und virtuellen Lernorten
Programm September 2020 - Januar 2021

Toralernkreis im Stuttgarter Lehrhaus 





wöchentlich, dienstags von 17.30 - 19 Uhr, beginnend ab 01.09.2020
Lernort: Stuttgarter Lehrhaus im Paul-Gerhardt-Zentrum,
Rosenbergstr. 192, 70193 Stuttgart



Die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus, die Arbeitsgruppe „Wege zum Verständnis des Judentums im Bereich der Evangelischen Landeskirche Württembergs (AGWege)“ und das Forum für jüdische Bildung und Kultur bieten seit 2010 den Toralernkreis im Stuttgarter Lehrhaus an. Hier treffen sich Christen, um aus der Tora nach jüdischer Auslegung zu lernen. Ziel dabei ist es die enge Bezogenheit und Zusammengehörigkeit von Judentum und Christentum zu entdecken, deren gemeinsame Wurzel im biblischen Israel liegt.



Der Lernkreis arbeitete in der Vergangenheit mit dem Buch "Jüdische Spiritualität in der Tora und den jüdischen Feiertagen" (Basel 2016) von Gabriel Strenger, um die jeweiligen Wochenabschnitte der Tora auszulegen. Im neuen Lernzyklus soll zusätzlich der neue Siddur von Gabriel Strenger  "Die Kunst des Betens -Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetbuch" miteinbezogen werden .



Der bisherige Leiter des Toralernkreis Dr. Michael Volkmann hat sich in den Ruhestand verabschiedet. Der Toralernkreis findet aber auch weiterhin statt - ab September 2020 unter Leitung von Pfarrer Jochen Maurer, dem neuen Pfarrer und Geschäftsführer der AGWege. 



Die Themen und die einzelnen Termine des Toralernkreis werden noch auf unserer Website bekannt gegeben. Für weitere Informationen zur Teilnahme wenden Sie sich bitte an Pfarrer Jochen Maurer: 



Tel. +49-176-5365584
Jochen.Maurer@ELK-WUE.de
agwege@elk-wue.de

Toralernkreis in der Alten Synagoge Hechingen  


monatlich einmal, mittwochs von 18.30 - 20 Uhr
Lernort: Alte Synagoge, Goldschmiedstraße 20, 72379 Hechingen 
Leitung: Prof. Dr. Oliver Dyma



Im Tora-Lernkreis wird unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Dyma anhand des Buches "Jüdische Spiritualität in der Tora und den jüdischen Feiertagen" (Basel 2016) von Gabriel Strenger und der Lesung eines Auswahltextes der jeweilige Wochenabschnitt der Tora ausgelegt. Im neuen Lernzyklus ziehen die Teilnehmenden zusätzlich den neuen Siddur von Gabriel Strenger - "Die Kunst des Betens -
Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetbuch" mit ein. Der Lernkreis findet immer mittwochs von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr in der Alten Synagoge Hechingen in der Goldschmiedstraße 20 statt.

Termine:
Mittwoch, 23. September 2020
Mittwoch, 28. Oktober 2020
Mittwoch, 25. November 2020
Mittwoch, 16. Dezember 2020
Mittwoch, 20. Januar 2021
Mittwoch, 17. Februar 2021

Der Toralernkreis ist eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog und der Initiative Hechinger Synagoge e.V.

Der Unkostenbeitrag für die Teilnahme beträgt € 5 pro Sitzung.

 




1. Virtueller Studiennachmittag zum Buch: 
Gabriel Strenger - Die Kunst des Betens -

Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetbuch.

 

Sonntag, 25. Oktober 2020, 14-17 Uhr
Lernort: Online per Zoom-Konferenz


Mit dem von der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus geförderten Buch „Die Kunst des Betens/Siddur Omanut ha-Tefila“ wird dem deutschsprachigen Lesepublikum erstmalig eine umfassende spirituelle Anleitung zur jüdischen Liturgie und zum Gebet im Allgemeinen vorgelegt. 

Dieser spirituelle Leitfaden zum Gebet schöpft aus der Breite und Tiefe des Quellenschatzes im rabbinischen Judentum wie Bibel, Talmud, Kabbala und Chassidismus. Er geht sowohl auf die Gebetsstrukturen als auch auf die Feinheiten der hebräischen Sprache ein. Das Resultat ist ein stimmiges Arbeitsmodell, das dem Leser den Aufbau einer spirituellen Gebetspraxis erlaubt, die ihm in den Höhenflügen und Tiefgängen des Lebens zur Seite zu stehen vermag.

An diesem virtuellen Studiennachmittag zum Buch: 
Die Kunst des Betens -
Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetbuch 

werden in komprimierter Form die Themen "Schema und Segenssprüche"  
und "Amida, Tachanun und Alejnu" aus dem Buch erarbeitet. Der Referent und Autor Gabriel Strenger wird den Teilnehmern die Theorie und Praxis des jüdischen Betens vermitteln.


Programm in Vortrag und Gesang: 

Schema und Segenssprüche: Pflege der Neschama (Seele)

1. Schema 

  • Meditation über die Einheit Gottes
  • Meditation über die Liebe
  • Meditation über die Freiheit 

2. Segenssprüche des Schema

  • Meditation über das Licht
  • Meditation über die Liebe
  • Meditation über die Erlösung 
  • Meditation über Schlaf, Tod und Auferstehung

3. Segenssprüche des Alltags


Amida, Tachanun und Alejnu

1. Amida: Standgebet

  • Meditieren im Stehen
  • Struktur der Amida
  • Hitkalelut (Ganzwerdung) und Dewekut (Gottesnähe)

2. Tachanun: Leid, Verfehlung, Reue

3. Alejnu: Erlösung der Welt


Teilnahme/Anmeldung:
Diesen Studiennachmittag werden wir nicht vor Ort als physische Präsenzveranstaltung durchführen. Wir bieten ihn als digitale Zoom-Konferenz an mit der Möglichkeit, virtuell teilzunehmen. Eine Teilnahme am Virtuellen Studiennachmittag zum Buch 
„Gabriel Strenger - Die Kunst des Betens -
Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetbuch“
 erfolgt durch eine Anmeldung bei unserer Geschäftsstelle - entweder per Mail oder telefonisch. Anschließend erhalten Sie von uns einen Zoom-Link mit weiteren Einwahlinformationen und eine technische Anleitung, die Sie zur Teilnahme befähigt. 

Die Teilnahme an dem Studiennachmittag ist kostenlos. Bitte melden Sie sich rechtzeitig unter info@stuttgarter-lehrhaus.de an. 
Gerne auch telefonisch unter +49 711 2535 948 13.


Veranstalter:
Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog


Kursmaterial: 
Gabriel Strenger
Die Kunst des Betens – Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetbuch 





2. Virtueller Studiennachmittag zum Buch: 
Gabriel Strenger - Die Kunst des Betens -

Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetbuch.

 

Sonntag, 01. November 2020, 14-17 Uhr
Lernort: Online per Zoom-Konferenz


Mit dem von der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus geförderten Buch „Die Kunst des Betens/Siddur Omanut ha-Tefila“ wird dem deutschsprachigen Lesepublikum erstmalig eine umfassende spirituelle Anleitung zur jüdischen Liturgie und zum Gebet im Allgemeinen vorgelegt. 

Dieser spirituelle Leitfaden zum Gebet schöpft aus der Breite und Tiefe des Quellenschatzes im rabbinischen Judentum wie Bibel, Talmud, Kabbala und Chassidismus. Er geht sowohl auf die Gebetsstrukturen als auch auf die Feinheiten der hebräischen Sprache ein. Das Resultat ist ein stimmiges Arbeitsmodell, das dem Leser den Aufbau einer spirituellen Gebetspraxis erlaubt, die ihm in den Höhenflügen und Tiefgängen des Lebens zur Seite zu stehen vermag.

An diesem virtuellen Studiennachmittag zum Buch: 
Die Kunst des Betens -
Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetbuch 

wird der Schabbat erarbeitet. Der Referent und Autor Gabriel Strenger wird den Teilnehmern die Theorie und Praxis des jüdischen Betens vermitteln.


Programm in Vortrag und Gesang: 

Schabbat

1. Freitag-Abend: Kabbalat Schabbat

  • Jedid Nefesch: Mystischer Sehnsuchtsgesang
  • Lechu Neranena: Wochenrückschau
  • Psalm 20: Die Stimmen des Ewigen
  • Lecha Dodi: Empfang des Schabbats und der Schabbat-Seele
  • Psalm 92 (Schabbat) und 93 (Erlösung)
  • Heiligung des Schabbat
  • Schalom Alejchem und Kiddusch: Segen der Schabbat-Engel


2. Schabbat Morgen: Schacharit

  • Nischmat: Lied der Neschama


3. Schabbat Nachmittag: Mincha

  • Et Razon: Zeit des Wohlwollens
  • Ata echad: Was ist Ruhe?


4. Hawdala: Unterscheidung zwischen Heilig und Profan

 


Teilnahme/Anmeldung:
Diesen Studiennachmittag werden wir nicht vor Ort als physische Präsenzveranstaltung durchführen. Wir bieten ihn als digitale Zoom-Konferenz an mit der Möglichkeit, virtuell teilzunehmen. Eine Teilnahme am Virtuellen Studiennachmittag zum Buch 
„Gabriel Strenger - Die Kunst des Betens -
Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetbuch“
 erfolgt durch eine Anmeldung bei unserer Geschäftsstelle - entweder per Mail oder telefonisch. Anschließend erhalten Sie von uns einen Zoom-Link mit weiteren Einwahlinformationen und eine technische Anleitung, die Sie zur Teilnahme befähigt. 

Die Teilnahme an dem Studiennachmittag ist kostenlos. Bitte melden Sie sich rechtzeitig unter info@stuttgarter-lehrhaus.de an. 
Gerne auch telefonisch unter +49 711 2535 948 13.
 

Veranstalter:
Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog


Kursmaterial: 
Gabriel Strenger
Die Kunst des Betens – Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetbuch 




Buchvorstellung mit dem Autor Prof. Karl-Josef Kuschel:
Antisemitismus und deutsche Demokratie
Theodor Heuss und seine »Feldzüge gegen das Vergessen«


 


Lernort: Alte Synagoge, Goldschmiedstraße 20, 72379 Hechingen 
Referent: Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel

 
Die Abwehr jedes Antisemitismus und der Einsatz für das Lebensrecht des Staates Israels – beides gehört zur Staatsräson der Bundesrepublik Deutschland. Es sind Lernerfahrungen aus dem deutschen Nationalsozialismus und seiner mörderischen Vernichtungspolitik gegenüber Juden.
Karl-Josef Kuschel stellt heraus, dass die »Wiedergutmachung« gegenüber den überlebenden Opfern und die »Aussöhnung« mit Israel Schwerpunkte der Politik von Theodor Heuss, dem ersten Präsidenten der Bundesrepublik, waren. Die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog und die Initiative Hechinger Synagoge e.V. laden Sie herzlich zur Vorstellung dieses Buchs ein, das eine grundlegende Studie zur deutschen Erinnerungskultur und ein Plädoyer gegen jede Form des Antisemitismus ist.

 
Diese Buchvorstellung ist eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog und der Initiative Hechinger Synagoge e.V.
 




Studientagung: Jenseits des Du
- Gebet und mystische Versenkung

Tagungsreihe Mystik in den Religionen



Samstag, 05.12.2020  - Sonntag, 06.12.2020 
Lernort: Evangelische Akademie Bad Boll, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll
 

Formen der Öffnung und Hinwendung zur Sphäre des Transzendenten finden sich in allen Religionen. Vor allem in den monotheistischen Religionen wird das Gebet als Anrede und Zwiegespräch mit einem persönlich vorgestellten göttlichen Gegenüber verstanden und praktiziert. Daneben aber begegnet in vielen Traditionen auch die Vorstellung und Übung einer mystischen Versenkung, die auf einen Zustand der Einung jenseits von Sprache und Bildern zielt. Gerade diese Traditionen bieten in besonderer Weise auch Möglichkeiten der Nähe und Verständigung über die Grenzen dogmatischer Inhalte und institutioneller Verfestigungen hinaus.
Die Tagungsreihe ‚Mystik in den Religionen‘ widmet sich in ihrer diesjährigen Veranstaltung dem Thema des Gebets angesichts von Mystik und Meditation. Ist das Beten an die Vorstellung eines persönlichen Gegenübers gebunden? Sollte das „dialogische Prinzip‘“ des Redens mit Gott zugunsten transpersonaler Anschauungen und Praktiken überwunden werden? Wie verhalten sich die verschiedenen Weisen der Anrede und Öffnung zueinander? Ist ein gemeinsames Beten möglich, oder eint das Schweigen mehr als Worte? 
Zu solchen Fragen sind profilierte Vertreter/innen verschiedener Religionen zu Vorträgen und zum Austausch untereinander und mit den Teilnehmer/innen eingeladen. Der Thematik gemäß ist eine ge-meinsame geistliche Gestaltung des zweiten Adventswochenendes fester Bestandteil des Programms.
Die zweitägige Veranstaltung setzt eine bewährte Kooperation zwischen Evangelischer Akademie Bad Boll und der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus fort. Ihr Ziel ist es, in der Beschäftigung mit dem Reichtum mystischer Spiritualität zur Verständigung zwischen den Religionen und zu einer gemeinsamen Praxis im Sinne eines umfassenden Friedens beizutragen.


Informationen zu den Referent/innen

PD Dr. Johanna Breidenbach 
versah als gebürtiger Mainzerin nach ihrem Vikariat im der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau eine Assistenzstelle am Lehrstuhl für Systematische Theologie der Universität Zürich und ist derzeit auf einer Pfarrstelle in der Schweiz tätig. Ihrer Dissertation über ‚Das Gebet als metaphorischer Prozess‘ wurde aktuell mit dem Jahrespreis der Züricher Theologischen Fakultät ausgezeichnet.

Dr. Armin Münch 
ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und arbeitet als Religionspädagoge im Schuldienst. Er ist Vorstandsmitglied der ‚Gesellschaft der Freunde christlicher Mystik e. V.‘ und gehört unter anderem dem ‚European Network for Buddhist-Christian Studies‘ an. Er ist ein ausgezeichneter Kenner der Dichtungen Paul Celans und des künstlerischen Werks von Marcel Duchamp und hat unter dem Titel ‚Das CHI-Prinzip‘ den Entwurf einer spekulativen Christologie veröffentlicht.

Gabriel Strenger 
praktiziert als Klinischer Psychologe in Jerusalem und versteht sich als ‚Neo-Chasside‘ in den großen Traditionen jüdischer Mystik. Aus dem Reichtum vor allem der Kabbala schöpfend hat er Bücher unter anderem zu jüdischer Spiritualität und zur (jüdischen) ‚Kunst des Betens‘ sowie aktuell zum Dialog zwischen Judentum und Islam veröffentlicht. Als Vortragsredner und Seminarleiter ist er vielfach zwischen Israel und Europa unterwegs und auch im interreligiösen Gespräch engagiert und hoch 
geschätzt.
Aufgrund der prekären Corona-bedingten Unsicherheiten im internationalen Reiseverkehr wird Gabriel Strenger seinen Beitrag per Live-Videoschaltung präsentieren. 


Tagungsleitung:

Prof. Dr. Hans-Ulrich Gehring 
Studienleiter

Hasan Dagdelen,
Vorstandsassistent für Projekt- und Programmarbeit, Stiftung Stuttgarter Lehrhaus


Anmeldung und weitere Informationen:
Ursula Aldrian
Telefon: 07164-79-233
Fax: 07164-79-5233
ursula.aldrian@ev-akademie-boll.de



Die Studientagung ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen 
der Evangelischen Akademie Bad Boll und der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog.




Studientag zum neuen Jahresthema der
Stiftung Stuttgarter Lehrhaus:
Jahresthema Jüdisch-Muslimischer Dialog

Interreligiöser Dialog im Lichte Isaaks und Ismaels -
Spirituell-theologische, historisch-politische und ethische Dimensionen
des jüdisch-muslimischen Gesprächs

 


Sonntag, 31. Januar 2021, 13.30 - 18 Uhr 
Lernort: Stuttgarter Lehrhaus im Paul-Gerhardt-Zentrum,
Rosenbergstr. 192, 70193 Stuttgart

Im letzten Jahrzehnt gab es zahlreiche Programme der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus zum interreligiösen Trialog zwischen Juden, Christen und Muslimen. Mit dem neuen Jahresthema Jüdisch-Muslimischer Dialog will es sich die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus nun zur Aufgabe machen, den interreligiösen Austausch zwischen Juden und Muslimen mit einer neuen interreligiösen Programmreihe zu unterstützen.

Sowohl das Judentum, als auch der Islam sind mit umfassenden religiösen Gesetzeswerken und mit ähnlichen Methoden der Rechtsfindung vertraut und beeinflussen sich wechselseitig in theologischen, philosophischen und nicht zuletzt mystisch-spirituellen Strömungen. Neben diesen Gemeinsamkeiten bestimmt ebenso die Berufung auf die biblisch-koranischen Urväter - Abraham, Isaak und Ismael - den interreligiösen Dialog zwischen Glaubenden der beiden Religionen. Dadurch wird dieses spezielle ‚Brüdergespräch‘ für die Gegenwart unerlässlich. Dabei steht der jüdisch-muslimische Dialog selbst erst am Anfang. Er kann sich in Deutschland nicht auf eine fast 50-jährige Tradition und Erfahrung wie den jüdisch-christlichen Dialog berufen. Es gilt daher zunächst eine Verhältnisbestimmung des jüdisch-muslimischen Gesprächs zu entwickeln und deren Erforderlichkeit religiös zu begründen.
 
Mit dem Studientag:
Interreligiöser Dialog im Lichte Isaaks und Ismaels -
Spirituell-theologische, historisch-politische und ethische Dimensionen des jüdisch-muslimischen Gesprächs

will die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus mit ihren jüdischen und muslimischen Stiftungsreferenten den interreligiösen Dialog zwischen Juden und Muslimen hinsichtlich ihrer religiösen und spirituellen Gemeinsamkeiten wiederentdecken. Hierin können Juden und Muslime einen großen Beitrag zum Frieden leisten. In einer Zeit der Spannungen zwischen den beiden monotheistischen Religionsgemeinschaften, die sich auf Abraham stützen, ist es für Juden und Muslime von unermesslicher Bedeutung, in ihrem Denken und in ihrem Handeln über ihr geteiltes Erbe nachzudenken, welches sich mehr als in allem anderen in den kollektiven spirituellen Überlieferungen der Tora und des Korans widerspiegelt.


Programm:
 
13.30 Uhr Begrüßung & thematische Einführung in den Studientag und in das neue Jahresthema Jüdisch-Muslimischer Dialog der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus:
Spirituell-theologische, historisch-politische und ethische Dimensionen
des jüdisch-muslimischen Gesprächs

Karl-Hermann Blickle, 
Vorsitzender Stiftung Stuttgarter Lehrhaus
 
13.50 Uhr Impulsvortrag: 
Interreligiöser Dialog im Lichte Isaaks und Ismaels -
Theologische Perspektiven für das jüdisch-muslimische Gespräch

Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, Tübingen (angefragt)
 
14.30 Uhr
Judentum und Islam -
Eine neue muslimische Perspektive auf Vergangenheit, Gegenwart
und Zukunft des jüdisch-muslimischen Dialogs

Hasan Dagdelen, Vorstandsassistent für Programm- und Projektarbeit der
Stiftung Stuttgarter Lehrhaus
 
15.10 Uhr Pause
 
15.40 Uhr
Jüdische und muslimische Mystik & Spiritualität.
Jüdisch-Chassidische Einblicke im Dialog mit den islamischen Mystikern Al Ghazali, Rumi und Said Nursi

Gabriel Strenger, Jerusalem - Referent für Judentum und jüdische Spiritualität
der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus 

16.20 Uhr 
"Die Wiederherstellung der Harmonie" -
Das jüdisch-rabbinische Konzept des Tikun Olam und dessen Potenziale für den
jüdisch-muslimischen Dialog

Johanan Flusser, Jerusalem - Leiter der israelischen Hilfsorganisation "Achla" 

 
17.00 Uhr Dialog- und Fragerunde mit den Referenten:
Zukunftsperspektiven für den jüdisch-muslimischen Dialog in Deutschland und Israel
Moderation: Karl-Hermann Blickle
 
17.30 Uhr Verabschiedung
Karl-Hermann Blickle

Teilnahme/Anmeldung:
Die Teilnahme an dem Studientag ist kostenlos. 
Bitte melden Sie sich rechtzeitig unter 
info@stuttgarter-lehrhaus.de an. 
Gerne auch telefonisch unter +49 711 2535 948 13.

Veranstalter:
Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog, 
Gesellschaft für Dialog BW





























 

 

 
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