Neue, aktuelle Buchtitel 

mit Kaufangebot
der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus
für interreligiösen Dialog

 




Einladung zum virtuellen Studiennachmittag zum Thema
Exil und Heimat:
Said Nursi und Friedrich Weinreb
Sonntag, 11. Dezember 2022, 14 - 17 Uhr MEZ
Zoom-Meeting


aus dem Buch
Gabriel Strenger
Spiritualität in der
jüdisch-muslimischen Begegnung
Themen, Persönlichkeiten und Entwicklungen


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Sechster virtueller Studiennachmittag
Einheit VI. Exil und Heimat:
Said Nursi und Friedrich Weinreb
1. Said Nursi: Leben und Werk
2. Friedrich Weinreb: Leben und Werk
3. Exil und Heimat im spirituellen Leben und Erleben

Sonntag, 11. Dezember 2022, 14 - 17 Uhr MEZ
Zoom-Meeting


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Sehr geehrte Damen und Herren,


die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog lädt Sie gemeinsam mit dem Bund der Deutscher Dialoginstitutionen herzlich zum Studiennachmittag mit Gabriel Strenger
am Sonntag, 11. Dezember 2022
ins virtuelle Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog ein.
Im Rahmen des Jahresthemas Jüdisch-Muslimischer Dialog in 2021 präsentierte die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus in ihrer interreligiösen Schriftenreihe die Monographie
Spiritualität in der jüdisch-muslimischen Begegnung
Themen, Persönlichkeiten und Entwicklungen
Der jüdische Gelehrte Gabriel Strenger liest in Klassikern der muslimischen Mystik und bringt dabei überraschende Gemeinsamkeiten zwischen dem Islam und dem Judentum zu Tage. Kompetent führt uns Gabriel Strenger von den Ursprüngen der Tora und des Korans über die fruchtbare jüdisch-muslimische Symbiose im mittelalterlichen Andalusien bis ins moderne Israel, wo sich Muslime und Juden für gemeinsame Sema-Rituale zusammenfinden. Wir erfahren von Gemeinsamkeiten in der symbolischen Schriftdeutung des Sufismus und der Kabbala und lernen die jüdischen Sufis des 13. Jahrhunderts in Ägypten kennen, deren Anführer, Rabbi Abraham, Sohn des berühmten Maimonides, sich nicht scheute, meditative Methoden aus dem muslimischen Umfeld in den jüdischen Gottesdienst zu integrieren.
Große islamische Gelehrte wie Elghazali, Ibn Arabi und Rumi kommen in dieser Monografie genauso zur Sprache wie Rabbi Jehuda Halevi, das Buch Sohar und Rabbi Eljahu de Vidas. Wir erfahren auch von Denkern des zwanzigsten Jahrhunderts, wie Said Nursi und Friedrich Weinreb, die es aufgrund ihres unerschütterlichen Glaubens beide vermochten, schmerzhafte persönliche Exilerfahrungen in eine Fülle spiritueller Einsichten umzuformen.
Dieses Buch lässt die gegenwärtigen politischen Konflikte zwischen Muslimen und Juden als hinfälligen Zwist zwischen Geschwistern erscheinen, die ihr gemeinsames Familienerbe zeitweilig aus den Augen verloren haben. Gabriel Strenger zeigt auf, dass Frieden zwischen Isaak und Ismael nicht nur möglich, sondern eine religiöse Notwendigkeit ist.
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Anmeldung/Teilnahme:
Diesen Studiennachmittag werden wir nicht vor Ort als physische Präsenzveranstaltungen durchführen. Wir bieten ihn als digitales Zoom-Meeting an mit der Möglichkeit, virtuell teilzunehmen. Eine Teilnahme am
Virtuellen Studiennachmittag
Spiritualität in der jüdisch-muslimischen Begegnung
Themen, Persönlichkeiten und Entwicklungen
erfolgt durch eine Anmeldung über unseren Zoom-Registrierungsportal. Anschließend erhalten Sie von uns einen Zoom-Link mit weiteren Einwahlinformationen und eine technische Anleitung, die Sie zur Teilnahme befähigt:

https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZEqcuyrqTstEtZcp5_ulo5ZAnOwFr2ehpP_

Die Teilnahme an den den Studiennachmittagen ist kostenlos.

Veranstalter:
Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog
Bund Deutscher Dialoginstitutionen (BDDI)

Gabriel Strenger
Spiritualität in der jüdisch-muslimischen Begegnung
Themen, Persönlichkeiten und Entwicklungen
Dieses Buch ist
zum Preis von € 19,90 bestellbar unter:
Website www.stuttgarter-lehrhaus.de
eMail matthias.neumann@stuttgarter-lehrhaus.de
Telefon 07433 / 9095-50.





Karl-Hermann Blickle ist verstorben


Die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog trauert um ihren Gründer und langjährigen Vorsitzenden Karl-Hermann Blickle. Er ist am Montag, dem 25. Juli 2022, im Alter von 72 Jahren verstorben.









Mit großem Respekt und tiefer aufrichtiger Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Karl-Hermann Blickle. Wir werden ihn dankbar in Erinnerung behalten.


Der aus Rosenfeld stammende Diplomvolkswirt und Unternehmer Karl-Hermann Blickle war zugleich in der internationalen Entwicklungshilfe sowie im interreligiösen Dialog engagiert. Zu seinen Gründungen gehörten die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog, die S.H.A.R.E - Stiftung für Mikrofinanz, Fairen Handel und Friedensförderung sowie das Ohr Torah Stone’s Blickle Institute for Interfaith Dialogue in Efrat/Israel. Im Deutschen Netzwerk für Wirtschaftsethik engagierte er sich für soziale Verhaltenskodizes von Unternehmen bei der Produktion in Entwicklungsländern.


Schon von 1971 bis 1973, also nur wenige Jahre nach dem Sechstagekrieg in 1967, arbeitete er als Entwicklungshelfer in Israel und der Westbank und setzte sich seither für ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern ein. Er war Unterstützer der Genfer Initiative, des einzigen Modellabkommens für eine verhandelte Zwei-Staaten-Lösung und war sowohl innerhalb der israelischen als auch der palästinensischen Gesellschaft sehr gut vernetzt. Dadurch war er in der Lage, Positionen beider Seiten zu hören, einzuschätzen und damit zu einem umfassenden Verständnis des Konflikts und zu potenziellen Lösungsmöglichkeiten beizutragen. Hierfür wurde ihm 2007 die Otto-Hirsch-Auszeichnung der Landeshauptstadt Stuttgart verliehen.


Karl-Hermann Blickle setzte sich zeitlebens unermüdlich gegen Antisemitismus ein. Er prangerte Geschichtsvergessenheit in Deutschland an und versuchte die Shoah-Erinnerungs- und Gedenkkultur bei den Menschen nachhaltig bewusst zu machen. Deshalb beteiligte sich Karl-Hermann Blickle gemeinsam mit zahlreichen Wegbegleitern an der Restaurierung der Alten Synagogen in Hechingen. Dort engagierte er sich jahrzehntelang im jüdisch-christlichen Dialog.


Sein Engagement umfasste auch Projekte der Friedens- und Entwicklungshilfe in Afrika. Mit der SHARE Stiftung unterstützte er Nothilfe für Binnenflüchtlinge, die vor der grausamen Gewalt der Terror-Organisation Boko Haram aus ihrer Heimat, dem Norden Nigerias, flüchten mussten.


Gemeinsam mit seiner Frau Lisbeth und dem langjährigen Freund Meinhard Tenné (seligen Angedenkens) gründete er 2010 die Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog, deren Ziel es ist, den interreligiösen Dialog zwischen Juden, Christen und Muslimen zu fördern. Die Stiftung organisiert interreligiöse Veranstaltungen mit jüdischen, christlichen und muslimischen Partnerorganisationen in ganz Deutschland, im deutschsprachigen Raum und in Israel. Karl-Hermann Blickle sah schon sehr früh die Notwendigkeit des interreligiösen Gesprächs zwischen den Anhänger*innen der Abrahamitischen Religionen. Durch eigene Studien, Reisen nach Afrika und in den Nahen Osten sowie durch Begegnungen mit Menschen verschiedener Konfessionen drängte sich ihm die Frage nach Gemeinsamkeiten innerhalb der Religionen immer mehr auf. Dieses Thema begleitete und beschäftigte ihn bis zu seinem Tod.

"Der interreligiöse Dialog in Deutschland verändert sich. Heute stehen nicht mehr religiöse Dogmen und Glaubensunterschiede im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen Juden, Christen und Muslimen, sondern vielmehr der Austausch über Gemeinsamkeiten in den jeweiligen Glaubens- und Lebenswelten. Dialogbereite Juden, Christen und Muslime reflektieren längst eigene religiöse Traditionen im Spiegel von neuen Erfahrungen in der Frömmigkeitskultur von anderen. Auch Anhängerinnen und Anhänger von sogenannten frommen Glaubenswelten suchen den Austausch im interreligiösen Gespräch und wollen dabei eine tief in ihrem Glauben wurzelnde Haltung einnehmen, die sich in einer entsprechend bewussten Lebensgestaltung vor Gott äußert. Bemerkenswert ist hierbei folgende Erkenntnis: Die Trennlinien im interreligiösen Dialog gehen heute eher quer durch als entlang der Grenzen der etablierten Religionen.“


Mit diesen Sätzen umriss Karl-Hermann Blickle die Programmatik seiner Vision für den interreligiösen Dialog, die vor fünf Jahrzehnten mit seiner Frau Lisbeth in Israel seinen Anfang nahm und die er in Begegnungen, Veranstaltungen und Projekten vorantrieb.


Mit dem Ziel, diese Vision auch bundesweit neu bewusst zu machen und Wege zu ihrer Umsetzung in unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft aufzuzeigen, wirkte er im Jahre 2016 als Mitstifter bei der Gründung der Stiftung House of One in Berlin mit. In den nachfolgenden Jahren begleitete er als Stiftungsratsmitglied die weitere Entwicklung dieses interreligiösen Gebetshauses für Juden, Christen und Muslimen.

Kurz vor seinem Tod gründetet Karl-Hermann Blickle am 26. Oktober 2020 gemeinsam mit Rabbi Katriel Brander, Präsident und Rosh HaYeshiva des jüdischen modern-orthodoxen Bildungsnetzwerks Ohr Torah Stone/Das Licht der Torah, in Israel das Ohr Torah Stone’s Blickle Institute for Interfaith Dialogue. Es will durch die Vermittlung von qualifiziertem interreligiösen Fachwissen zum Islam und Christentum an religiös-fromme Schüler*innen, Rabbiner, Gemeindevorsteherinnen und jüdische Multiplikatoren einen für Israel friedenstiftenden interreligiösen Dialog fördern.


Mit all diesen Projekten leistete Karl-Hermann Blickle einen bedeutenden Beitrag für einen friedlichen und respektvollen interreligiösen Dialog über die Grenzen der Religionen, Kulturen und Nationen hinweg. Es ist für das Team der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus eine Ehre, sein Lebensprojekt des friedlichen interreligiösen Miteinanders fortführen zu dürfen. Wir werden es in seinem Sinne bewahren, weitertragen und weiterentwickeln. Wir verneigen uns in Dankbarkeit vor ihm.


Lisbeth Blickle,
Vorsitzende der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus 

für interreligiösen Dialog

Matthias Neumann,
Organisation und Finanzen
Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog
Wednesday, November 23rd, 2022, via Zoom

8:00 pm (Israel Standard Time)
7:00 pm (Central European Time)
1:00 pm (Eastern Standard Time)
Hasan Dadelen,
Stiftungsmitarbeiter und muslimischer Referent
der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für Interreligiösen Dialog

 

 

 
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